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Von A bis Z erklärt

Glossar der Terraristik

43 Fachbegriffe erklärt

Vom Anfänger bis zum Experten: Hier finden Sie alle wichtigen Fachbegriffe rund um Skorpione, Terraristik und Tierhaltung verständlich erklärt.

A
2 Begriffe

Adult

Entwicklung

Geschlechtsreifes, ausgewachsenes Tier. Bei Kaiserskorpionen wird dieser Status nach etwa 7-8 Häutungen erreicht, typischerweise im Alter von 1-2 Jahren.

Artenschutz

Recht

Gesetzliche Maßnahmen zum Schutz bedrohter Tierarten. Kaiserskorpione fallen unter CITES Anhang II und benötigen bei Kauf/Verkauf entsprechende Nachweise.

B
2 Begriffe

Bodengrund

Terrarium

Das Substrat im Terrarium. Für Kaiserskorpione empfohlen: Eine Mischung aus Kokoshumus und lehmhaltiger Erde für optimale Feuchtigkeit und Grabemöglichkeiten.

Brustschild

Anatomie

Siehe Prosoma – der vordere Körperabschnitt des Skorpions, der Kopf und Brustbereich vereint.

C
3 Begriffe

Carapax

Anatomie

Der harte Rückenpanzer, der das Prosoma (vorderer Körperteil) bedeckt. Beim Kaiserskorpion tiefschwarz und glänzend.

Cheliceren

Anatomie

Die scherenartigen Mundwerkzeuge des Skorpions, die zur Nahrungszerkleinerung dienen. Kleiner als die Pedipalpen.

CITES

Recht

Convention on International Trade in Endangered Species – Washingtoner Artenschutzübereinkommen. Regelt den internationalen Handel mit geschützten Arten. Kaiserskorpione: Anhang II.

D
1 Begriff

Dämmerungsaktiv

Verhalten

Aktivitätsmuster, bei dem das Tier hauptsächlich in der Dämmerung aktiv ist. Kaiserskorpione sind vorwiegend dämmerungs- und nachtaktiv.

E
3 Begriffe

Ecdysis

Entwicklung

Fachbegriff für die Häutung bei Gliederfüßern. Der Prozess, bei dem das alte Exoskelett abgeworfen und durch ein neues ersetzt wird.

Exoskelett

Anatomie

Das äußere Skelett (Außenpanzer) von Gliederfüßern. Bietet Schutz und Stabilität, muss aber für das Wachstum regelmäßig gehäutet werden.

Exuvie

Entwicklung

Die abgestreifte Haut nach einer Häutung. Exuvien sollten im Terrarium belassen werden – Skorpione fressen sie oft zur Kalziumrückgewinnung.

F
2 Begriffe

Fluoreszenz

Verhalten

Die Eigenschaft, unter UV-Licht zu leuchten. Kaiserskorpione fluoreszieren spektakulär blau-grün – ein einzigartiges Phänomen bei Skorpionen.

Futtertier

Ernährung

Lebende Insekten oder kleine Wirbeltiere, die als Nahrung für Skorpione dienen: Heimchen, Grillen, Schaben, Heuschrecken oder nestjunge Mäuse.

G
2 Begriffe

Gravid

Fortpflanzung

Trächtiger Zustand bei weiblichen Skorpionen. Kaiserskorpion-Weibchen sind 7-9 Monate trächtig und gebären lebende Jungtiere.

Gut-Loading

Ernährung

Das Anfüttern von Futtertieren mit nährstoffreichem Futter vor der Verfütterung, um deren Nährwert für den Skorpion zu erhöhen.

H
3 Begriffe

Habitat

Biologie

Der natürliche Lebensraum einer Art. Kaiserskorpione stammen aus den tropischen Regenwäldern West- und Zentralafrikas.

Häutung

Entwicklung

Der Prozess, bei dem Skorpione ihr altes Exoskelett abwerfen, um zu wachsen. Kritische Phase – Tier nicht stören! Erhöhte Luftfeuchtigkeit wichtig.

Hygrometer

Technik

Messgerät für die Luftfeuchtigkeit. Unverzichtbar im Skorpion-Terrarium – Kaiserskorpione benötigen 70-80% relative Luftfeuchtigkeit.

I
1 Begriff

Instar

Entwicklung

Entwicklungsstadium zwischen zwei Häutungen. Kaiserskorpione durchlaufen etwa 7-8 Instars bis zur Geschlechtsreife.

J
1 Begriff

Juvenil

Entwicklung

Jugendlich, noch nicht geschlechtsreif. Juvenile Kaiserskorpione werden häufiger gefüttert als adulte Tiere.

K
2 Begriffe

Kammorgane

Anatomie

Pektine – kammartige Sinnesorgane an der Bauchseite des Skorpions. Dienen der Wahrnehmung von Vibrationen und chemischen Reizen.

Kokoshumus

Terrarium

Beliebtes Terrarium-Substrat aus Kokosfasern. Speichert Feuchtigkeit gut und ist schimmelhemmend. Ideal für Kaiserskorpione.

L
1 Begriff

Lebendfutter

Ernährung

Lebende Futtertiere. Skorpione jagen instinktiv und benötigen bewegtes Futter zur Auslösung des Jagdverhaltens.

M
1 Begriff

Metasoma

Anatomie

Der hintere Körperabschnitt des Skorpions – der "Schwanz" mit den fünf Segmenten und dem Giftstachel (Telson) am Ende.

N
2 Begriffe

Nachzucht

Zucht

In Gefangenschaft gezüchtete Tiere (im Gegensatz zu Wildfängen). Nachzuchten sind oft gesünder und an Terrarienhaltung gewöhnt.

Nachtaktiv

Verhalten

Aktivitätsmuster mit Hauptaktivität in der Nacht. Kaiserskorpione ruhen tagsüber und werden erst in der Dämmerung aktiv.

O
1 Begriff

Opisthosoma

Anatomie

Der Hinterleib des Skorpions, bestehend aus Mesosoma (breiter Teil) und Metasoma ("Schwanz").

P
5 Begriffe

Pandinus imperator

Taxonomie

Wissenschaftlicher Name des Kaiserskorpions. "Pandinus" = Gattungsname, "imperator" = Artbezeichnung (lat. "Herrscher/Kaiser").

Parthenogenese

Fortpflanzung

Jungfernzeugung – Fortpflanzung ohne Befruchtung. Kommt bei manchen Skorpionarten vor, beim Kaiserskorpion jedoch nicht bestätigt.

Pedipalpen

Anatomie

Die großen Scheren des Skorpions. Dienen zum Beutefang, zur Verteidigung und bei der Paarung. Beim Kaiserskorpion besonders kräftig.

Pektine

Anatomie

Siehe Kammorgane – kammartige Sinnesorgane an der Bauchseite für Boden- und Umgebungswahrnehmung.

Prosoma

Anatomie

Der vordere Körperabschnitt (Cephalothorax) des Skorpions, trägt die Augen, Cheliceren, Pedipalpen und die ersten vier Beinpaare.

Q
1 Begriff

Quarantäne

Haltung

Isolationszeit für neu erworbene Tiere (4-6 Wochen). Dient der Beobachtung und verhindert die Übertragung von Krankheiten/Parasiten.

R
1 Begriff

Regenwald-Terrarium

Terrarium

Terrarientyp mit hoher Luftfeuchtigkeit und Temperaturen, der tropische Bedingungen nachahmt. Ideal für Kaiserskorpione.

S
3 Begriffe

Skorpling

Entwicklung

Umgangssprachliche Bezeichnung für einen jungen Skorpion, insbesondere Jungtiere auf dem Rücken der Mutter.

Subadult

Entwicklung

Fast ausgewachsenes, aber noch nicht vollständig geschlechtsreifes Tier. Zwischenstadium zwischen juvenil und adult.

Substrat

Terrarium

Der Bodengrund im Terrarium. Für Kaiserskorpione: Kokoshumus-Lehm-Gemisch, 10-15 cm tief für Grabverhalten.

T
2 Begriffe

Telson

Anatomie

Das letzte Segment des Metasomas mit dem Giftstachel (Aculeus). Enthält die paarigen Giftdrüsen des Skorpions.

Thermoregulation

Biologie

Die Fähigkeit, die Körpertemperatur zu regulieren. Skorpione sind wechselwarm und benötigen externe Wärmequellen.

W
3 Begriffe

Wärmegradient

Terrarium

Temperaturunterschied im Terrarium zwischen warmem und kühlem Bereich. Ermöglicht dem Tier, seine bevorzugte Temperatur aufzusuchen.

Washingtoner Artenschutzübereinkommen

Recht

Siehe CITES – internationales Abkommen zum Schutz gefährdeter Tier- und Pflanzenarten durch Handelsbeschränkungen.

Wildfang

Haltung

In der Natur gefangenes Tier (WF). Oft stressbelastet und möglicherweise parasitenbefallen. Nachzuchten (NZ) sind zu bevorzugen.

Z
1 Begriff

Zyklus

Entwicklung

Regelmäßig wiederkehrender Ablauf, z.B. der Häutungszyklus oder der jahreszeitliche Aktivitätszyklus bei der Fortpflanzung.

Haben Sie eine Frage zu einem Begriff?

In unserem FAQ beantworten wir die häufigsten Fragen zur Kaiserskorpion-Haltung. Oder stöbern Sie im ausführlichen Ratgeber.